Unsere Tradition

Unsere Verbindung wurde 1847 als Liederkranz gegründet, da in den Anfangsjahren noch wöchentliche Singstunden stattfanden. Als Prinzip der Gesellschaft wurde kurzerhand die Freundschaft benannt, ganz bewusst in Abgrenzung zu anderen Verbindungen dieser Zeit mit „hochtrabenden Zwecken“ wie „der Erziehung zu guten Bürgern (…) oder auch von der Hebung der Technischen Hochschule oder wenigstens der Schüler, ferner von Einführung der Keuschheit unter den jungen Leuten und hin und wieder auch das Gegenteil, und dergleichen schöne Sachen mehr“, wie in einem Protokoll aus dieser Zeit zu lesen ist. Wenige Monate später wurden der Name „Gesellschaft Stauffia“ und die auch heute noch getragenen Farben Schwarz-Gold-Schwarz angenommen. Als Wahlspruch wurde „Licht, Luft, Wahrheit“ gewählt. Dies geschah in Anlehnung an die Freiheitsbestrebungen dieser Zeit, die in allegorischem Sinn unter „Licht“ die Ziele der Aufklärung, unter „Luft“ die Freiheit der Völker und unter „Wahrheit“ die Wahrheit der Gefühle und der Rede verstanden.

*Fünferbund ausformulieren*

1863 erfolgte dann die Konstitution als Corps. In der gleichen Zeit liegen die Anfänge des „Fünferbundes“, eines besonderen Freundschaftsverhältnisses zwischen unserem Corps Stauffia und den Corps Franconia Karlsruhe, Rhenania ZAB Braunschweig, Slesvico- Holsatia Hannover und Saxonia Berlin zu Aachen.

Bekannte Persönlichkeiten

Es gibt eine Reihe von Stauffen, die später bekannte Persönlichkeiten wurden. In einem Bericht des damaligen Direktors Dr. Kurr der Königlichen Polytechnischen Schule an dessen Vorgesetzten heißt es: „Verbindungen unserer Schüler bestehen seit einer Reihe von Jahren (…) Die älteste derselben, Staufen genannt, hat unter ihren Mitgliedern stets die ehrenhaftesten Schüler gezählt, (…) übt sich (…) in Gesang und Musik, hält Vorträge und Disputationen und duldet keine unfleißigen oder sonst unsoliden Schüler in ihren Reihen.“